Ingo Kolozey neuer Vizechef des Sportvereins

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des SV Weilheim war geprägt von ganz außerordentlicher Kürze. Kaum angefangen war sie auch schon zu Ende - und das zu jedermanns Zufriedenheit.

Notwendig geworden war das Treffen, weil bei der jüngsten ordentlichen Jahreshauptversammlung der vakant gewordene Platz des 2. Vorsitzenden nicht besetzt werden konnte. Mit Ingo Kolodzey konnte nun ein Nachfolger für Daniel Schäfer gefunden werden. Die Wahl des neuen Stellvertreters von Gerd Eberwein fiel denn auch einstimmig aus.

Kolodzey wird für den eigentlichen Bereich Fußball zuständig sein. Eberwein kündigte eine Umorganisation innerhalb der Vorstandschaft und damit eine Änderung in der Aufgabenverteilung an.

Ortsvorsteherin Ingrid Riester bedankte sich bei Ingo Kolodzey für dessen Bereitschaft zur Amtsübernahme. Dies sei besonders bemerkenswert in einer Zeit, in der immer weniger Leute bereit seien, ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen. (Text/Bild/bu)

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 24.04.15

Zur diesjähIgen Generalersammlung des SV Weilheim am Freitag,
20.3.2015, 20.00 Uhr, im Foyer der Sporthalle Weilheim  konnte das Amt des/der zweiten Vorsitzenden nicht besetzt werden. Dies macht eine Außerordentliche Mitgliederversammlung notwendig. Hierzu lade ich alle Mitglieder und Freunde des Sportvereins herzlich ein. 

Tagesordnung:
 1. Begrüßung
 2. Wahlen
3. Anträge und Wünsche

Anträge sind bis spätestens Freitag, 17.4.2015, schriftlich beim Vorstand einzureichen.

 

Gerd Eberwein

1. Vorsitzender

51. ordentliche Hauptversammlungam 20.03.2015

Wegen der Erkrankung von SV-Chef Gerd Eberwein leitete dessen Vize Daniel Schäfer die 51. Hauptversammlung des Sportvereins Weilheim. Um einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden zu wählen, wird es im April eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben.

Schäfer erinnerte in seinem Bericht an die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Zu ihnen gehörte nicht nur sportliche Aktivitäten, sondern auch gesellschaftliche. Erwähnt wurden unter anderem das Rundenabschlussfest, das Hohenzollern-Pokalturnier, Fasnetsveranstaltungen, eine Theateraufführung und vieles mehr.

Schriftführer Jürgen Holocher listete in gewohnt präziser Weise die wichtigsten Themen der Vorstandsitzungen auf. So konnte er vermelden, dass die Spielgemeinschaft Friedrichstraße/SV Weilheim aufgrund guter Leistungen in die obere Tabellenhälfte aufrückte. Wichtig war auch die Zusage von Trainer Peter Burkhardt, die Mannschaft weiterhin trainieren zu wollen. Exakt 830 Belege hatte Kassiererin Marianne Klotzbücher im vergangenen Jahr zu verbuchen. Dabei überwogen die Einnahmen die Ausgaben. Die Kassenprüfung bescheinigte ihr eine hervorragende, von großer Sorgfalt geprägte Buchführung.

Bei 13 teilnehmenden Mannschaften konnte die Spielgemeinschaft beim Hohenzollern-Pokalturnier 2014 einen sehr guten dritten Platz erreichen, wusste Spartenleiter Joachim Hauck zu berichten. Trotz anfänglich vieler verletzter Spieler sei man mit den Leistungen der Spielgemeinschaft zufrieden. In der Bezirkspokalrunde steht man auf einem 4. Platz, und "alle Möglichkeiten sind noch offen". Haucks Dank galt namentlich Bodo Seidel für die große Hilfe bei der Ausrichtung des Hohenzollern-Pokales und Trainer Peter Burkhardt, der mit der Spielgemeinschaft eine schlagkräftige Mannschaft geschaffen habe.

AH-Chef Gerhard Marquart erinnerte an zahlreiche Termine, sowohl sportlicher als auch gesellschaftlicher Natur. Nicht ganz glücklich zeigte er sich über die Trainingsbeteiligung nach der Zeitumstellung im vergangenen Jahr, da "immer weniger den Weg vom gemütlichen Sofa zum Sportplatz fanden". Aber man habe Besserung zugesagt, und so sehe er durchaus positiv in die Zukunft.

Über mannigfaltige Aktivitäten der Gymnastikdamen wusste Marianne Klotzbücher zu berichten. Glanzlicht für die Gruppe war ein Ausflug nach Paris.

Die von Ortsvorsteherin Ingrid Riester beantrage Entlastung des Gesamtvorstands fiel einstimmig aus. "Die von der Bevölkerung gerne wahrgenommenen Veranstaltungen des Sportvereins sind ein Zeichen für eine intakte Dorfgemeinschaft", stellte sie fest.

Bei den Wahlen wurden sowohl Schriftführer Jürgen Holocher, als auch die Kassenprüfer Helmut Zeeb und Walter Bühler einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Gremium sind die Beisitzer Oliver Hoch, Frank Stauß und Jochen Schinko. Für den stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Schäfer, der nicht mehr kandidiert, konnte noch kein Ersatz gefunden werden. Deshalb wird es am Freitag, 24. April, eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben.

Abschließend wurden verdiente Mitglieder mit Präsenten bedacht. (Text/Bild/bu)

Kinder- und Juniorenshowtanznachmittag am 07.02.2015

Der vom Sportverein Weilheim veranstaltete Showtanznachmittag für Kinder und Junioren hat sich mittlerweile zu einem echten Magnet entwickelt. Über 20 Gruppen aus Gemeinden des Zollernalbkreises gaben sich ein tänzerisches Stelldichein, das bei den zahlreichen Gästen Beifallsstürme hervorrief.

Cornelia „Conny“ Eberwein, Betreuerin der Weilheimer Tanzgarden, hieß die Gäste willkommen, stellte die Gruppen und ihre Trainerinnen vor. Zudem verkündete sie den Titel des Tanzes und stimmte das Publikum mit dem jeweiligen Schlachtruf der entsprechenden Narrenvereinigung auf den Auftritt ein.

Mit von der Partie waren: Minigarde aus Rangendingen, Bambinigarde aus Gruol, Bambini Tanzgarde aus Stetten HCH, Bambinis Show + Tanz aus Dotternhausen, Showtanzgruppe aus Grosselfingen, Pfefferkörner aus Boll, Dancing Kids aus Stein, Minigarde der Salzschlecker aus Stetten, Kindergarde aus Rangendingen, Dancing Girls aus Stein, Steps of Passion aus Boll, Minigarde aus Trillfingen, Kleine Garde aus Melchingen, Mini-Garde der NZ Ringingen, Minigarde aus Owingen, Juniorgruppe der Salzschlecker aus Stetten,  Junior Tanzgarde aus Hart, Juniorengarde aus Rangendingen, Mittlere Tanzgarde der NZ Hagaverschecker aus Stetten, Jazz Cats des TSV Stein und die Kleine Tanzgarde des SV Weilheim.

Ausgesprochen vielfältig waren auch die Themen der Vorführungen, die nicht nur von den Anhängern der Gruppen mit viel Beifall belohnt wurden. Hier eine Auswahl der Titel: „Fliegermarsch“, „Tabaluga und der ewige Kampf gegen das Eis“, „Im Reich der Feen“, „Ab in den Dschungel“, „Im Land der Zuckerprinzessinnen“, „Ob blau, ob grün, ob rot oder gelb, Zug für Zug zurück aufs nächste Feld“, „Ferien - ab in den Süden“, „Das letzte Einhorn“, „Was klopft denn da im Ei?“, „Red Bull verleiht Flügel“, „Wetterfrosch – besser als das ZDF“, „Karneval in Venedig“, um nur einige zu nennen.

So vielfältig die Themen der Tänze, so vielfältig auch die Kostümierung, Ausstattung und Requisite. Es war aller Achtung wert, was sich  da auf der Bühne zeigte. Aufwändig geschminkt, frisiert und mit Kostümen ausgestattet, waren die Auftritte farbenprächtig gestaltet. Und die Jungen Akteure, meist Mädchen zeigten ein bewundernswertes Können. Tänzerisches Feingefühl, Akrobatik, Ausdrucksstärke in Mimik und Gestik,  gepaart mit sichtlichem Spaß an der Freude gaben sich ein Stelldichein und zeugten nicht zuletzt auch vom Einsatz und Vermögen der Betreuerinnen und Choreographinnen. Und Spaß an der Freude war letztendlich auch das Motto der ganzen Veranstaltung, bei der für das leibliche Wohl dank zahlreicher Kuchenspenden und überaus fleißiger Hände in der Küche bestens gesorgt war. Als kleines Dankeschön und auch als Erinnerung an ihren Auftritt bekommen alle Tänzerinnen und Tänzer – in die vermeintliche Mädchendomäne trauten sich auch einige Jungs – in den nächsten Tagen einen Anstecker mit der Gruppenaufnahme zugestellt. (Text/Foto/bu)

Sportlerball am 07.02.2015

Hohe Gute-Laune-Wogen beim Weilheimer Sportlerball. Gastkapellen heizen den Stimmungskessel ordentlich an.

Beste Stimmung herrschte am Samstagabend beim Sportlerball des SV Weilheim. Schon nach kurzer Zeit hielt es nur noch wenige Gäste auf ihren Sitzgelegenheiten.

SV-Chef Gerd Eberwein ging in seiner Begrüßung über das übliche Maß hinaus und beschäftigte sich in gereimter Form mit politischen und gesellschaftlichen Vorkommnissen auf überregionaler und lokaler Ebene. So genannte Glaubenskrieger fanden ebenso wenig Gegenliebe wie Länder, die sich durch Annexionsbestrebungen oder Verschuldung hervortun. Über Guido Wolf  führte der Weg nach Hechingen, wo man in Bezug auf den Obertorplatz, das Weiherstadion und das Hallenbad wohl „die Ärmel hochkremple“. „Hoffentlich wird’s kein Eigentor“, fragte Eberwein. Wie nicht anders zu erwarten bekam auch die Politelite Weilheims ein wenig ihr Fett ab. Schließlich waren ja im letzten Jahr Wahlen zum Ortschaftsrat! Die Ausführungen des SV-Chefs wurden mit viel Beifall bedacht. Beifall im hohen Maße gab es auch für die Darbietungen der kleinen und großen Garde.

Durch Marschtänze und „Karneval in Venedig“, sowie „Achterbahn“ überzeugten die jungen Leute das Publikum, das nach Zugabe verlangte. Nachdem der Maler Pierre, alias Gerd Eberwein, sich aus dem Publikum einige Vertreter der Lokalprominenz herausgesucht hatte, gestaltete er mit diesen einige originelle, lebende Gemälde in dreidimensionaler Form und hatte damit die Lacher auf seiner Seite.

Mit drei ungewöhnlichen Liedern überraschte das „MaBa-Duo“. Markus Riester (Gitarre) und Bastian Eberwein (Cajón) sangen zu Melodie von „Griechischer Wein“ den Text „Kriech’ da nicht rein“. Es soll ja Leute geben, di, um vorwärts zu kommen, schier „überall“ hineinkriechen. „Ja, Sie vermuten richtig, geneigter Leser!“ Ein zweites Lied handelte von der längsten Schlange der Welt. Der Schlange vor dem Damenklo. Mit „Billig Reize“ schloss der viel umjubelte Beitrag der jungen Leute, die noch am gleichen Abend auf weitere Auftritte angesprochen wurden. Das Publikum zeigte sich begeistert von den Schaurig schönen Hexentänzen der Zoller- und Hagemannhexen. Als „Knackis“ im quer gestreiften Outfit, mit Kugel am Bein und Blechnapf in der Hand, traten Mitglieder der Mannschaft der Spielgemeinschaft Friedrichstraße/Weilheim auf und lieferten eine illustre Tanz- und Sportvorstellung. Ob der Auftritt der „Knastrologen“ auf der Bühne schon ein Training für einen geplanten Ausbruch darstellen sollte, ließ sich nicht ermitteln. Auf jeden Fall kamen die schweren Jungs ohne Zugabe nicht von der Bühne. Dass Spitzbuben ein weiches Herz haben können, bewiesen sie, indem sie sich bei Marianne Klotzbücher und Cornelia Eberwein für deren Engagement mit Geschenken bedankten. Auch die Mitglieder der Tanzgarden drückten ihrer Betreuerin und Trainerin „Conny“ ihren Dank aus.

Je tiefer die Außentemperatur fiel, desto höher stiegen die Stimmungsgrade in der Halle. Sehr stark mitverantwortlich dafür waren die „Hudelgai-Bätscher, die „Schnorchel-Huaschter“ und die Grosselfinger Lumpenkapelle. Die Formationen spielten bekannte und beliebte Faschings- und Stimmungsmusik. Da hielt es nur noch wenige auf den Sitzen. Mit ebenfalls bestens bekannten Schlagern und Tanztiteln unterhielten die „Morenas“ die Gäste bis um einiges nach Mitternacht. Von der Möglichkeit zu tanzen wurde ausgiebig Gebrauch gemacht. (Text/Foto/bu)

Traditionelles Saukopfessen

Gab’s was umsonst? Riesenandrang beim Saukopfessen

Nein, außer einem Schnaps gab es nichts umsonst, aber alles zu moderaten Preisen. Nichts bezahlen mussten die überaus zahlreichen Gäste ebenfalls für Geselligkeit, Gemütlichkeit und beste Stimmung.

Um sechs Uhr wurden am Samstag in der Frühe von den Mannen um “Jo“ Josef Volk die Kessel auf dem Hof der alten Schule in Weilheim befeuert. Insgesamt über 300 Kilo Fleisch wanderten in die überdimensionalen Gefäße und wurden mit den entsprechenden, Würze gebenden Zutaten gegart. Um 11.30 sollte der Verkauf starten. Sollte!. Dem Vernehmen nach standen die ersten Käufer schon um zehn Uhr auf der Matte um sich ihr Mittagessen abzuholen und vor elf Uhr bereits saßen schon erwartungsvoll einige Gäste im ehemaligen Klassenzimmer um sich die Köstlichkeiten einzuverleiben. Gegen Mittag dann herrschte ein Andrang, wie ihn Marianne „Jeannie“ Klotzbücher, Kassiererin und von Anfang bei der Veranstaltungsreihe dabei, bisher nicht erlebt hatte. „Der Raum war genagelt voll und draußen warteten über 30 Leute. Aber niemand hat gemurrt oder geklagt. Alle waren sehr geduldig. Großes Lob!“ Große Anerkennung zollte auch „Jo“ Volk seinen Helfern. „Es waren stets genügend da und alle haben voll mitgezogen. Optimal“! Dass das Saukopfessen, bei dem es verschiedene Fleischsorten und Innereien gibt, sich immer größerer Beliebtheit erfreut zeigten Besucher, die aus den umliegenden Gemeinden, sogar aus Tübingen und Reutlingen kamen. Für eine ganze Reihe von Vereinen, Gruppen und Belegschaften gehört der Besuch beim Weilheimer Saukopfessen schon zur festen Einrichtung. „Als Renner im Angebot erwiesen sich Bäckle und Nierle“ weiß Josef Volk zu berichten. „Aber deshalb eine Prognose für das nächste Jahr abgeben zu wollen, geht erfahrungsgemäß schief“. Die Nachfrage nach den Leckereien aus dem Kessel war so groß, dass am frühen Abend nur noch vorbestelltes Essen ausgegeben werden konnte. Bier und Brot mussten bereits vorher nachgekauft werden. Die eh schon gute Stimmung im voll besetzten Raum erfuhr gegen Abend durch den Auftritt der „Kapelle ohne Namen“ aus Rangedingen nochmals eine Steigerung. (Text/Foto/bu)

Am Samstag, dem 17. Januar 2015 dampfen wieder die Kessel. Saukopfessen beim Sportverein Weilheim.

Zum festen Bestandteil im Weilheimer Dorfgeschehen hat sich das vom Sportverein jeweils im Januar veranstaltete Saukopfessen entwickelt. Seit 14 Jahren bietet der Verein den beliebten Gaumenschmaus an. War es am Anfang gerade mal ein Kessel, den man befeuerte, arbeitet das Küchenteam heute mit fünf der großvolumigen Behälter. Und es sind auch keine Sauköpfe mehr, die in der Brühe schwimmen. Bauch, Bug Rippe und Innereien warten auf die Leckerschmecker von nah und fern. Und es sind beileibe nicht nur Weilheimer, die zu den Kunden und Gästen gehören. Aus der Umgebung Weilheims kommt ein Großteil derer, die es deftig lieben. Für einige Belegschaften und Vereine gehört der Besuch in Weilheim mittlerweile zur Tradition. Dem zwischenzeitlich gestiegenen Andrang trägt man natürlich auch Rechnung. Zwischen 350 und 400 Kilogramm Fleisch werden mit den Zutaten für eine gute Metzelsuppe zubereitet. Insgesamt anderthalb Zentner Bauernbrot  als Beilage warten auf die Genießer. Gegen sechs Uhr morgens werden die Kessel angeheizt. Ab 11.30 Uhr kann man sich das Kesselfleisch auch mit nach Hause nehmen - oder in der alten Schule in gemütlicher Runde genießen. Getränke in genügender Auswahl gibt es natürlich auch. (Text/Foto/bu)

Winterfeier am 04.01.2015

www.hubertus.oje

“www.hubertus.oje“ war ein voller Erfolg. Theatergruppe des SV Weilheim lief wieder einmal mehr zur Höchstform auf.

Nach einjähriger Pause begeisterte die Theatergruppe des Weilheimer Sportvereins die Gäste in der ausverkauften Turn- und Festhalle mit einer weiteren Episode um den unverwüstlichen Hubertus Hämmerle.

Schon in seiner Begrüßung in humoriger, gereimter Form wies SV-Chef Gerd Eberwein auf die Tücken eines bedingt funktionierenden und nur mangelhaft beherrschten Computers hin. Diesen Gefahren wollen Roswitha Hämmerle (Marianne Klotzbücher) und Freundin Maria Mausloch (Evi Beck) durch einen entsprechenden Kurs begegnen. Während die Damen sich nun weiterbilden, surfen die beiden Ehemänner und Herren der Schöpfung durchs Internet und landen, rein zufällig natürlich, bei der vermeintlich heiratswilligen Olga aus Omsk. Friedolin Mausloch, Hubertus’ Freund, etwas einfältig und von Computererfahrung recht unbeleckt, bestellt, halb aus Versehen, die Dame für Hubertus. Während die beiden Freunde der Dinge harren, müssen sie sich noch um den Enkel von Hubert kümmern. Wie die beiden das Butzele versorgen, gerät zu einer der herausragendsten der vielen Lachnummern des „fast krminellen“ Lustspieles. Zu allem Überfluss erscheint auch noch Frau Sigrid Stächele (Evi Beck), die bibelfeste und moralisierende Haushälterin des Pfarrers. Nachdem die Ehefrauen der Freunde verunfallt sind, droht die Tugendwächterin auch noch mit dem Einzug ins Hubert’sche Haus.

Nach der Pause treten Einfaltspinsel Edwin Nachtweih (Bernhard Mayer) und dessen kleinkrimineller Bruder Norbert Nachtweih (Horst Euchner) auf den Plan. Norbert hat seine Frau Emma in aufreizender Nichtbekleidung ins Internet gestellt und als „Olga“ aus Omsk deklariert. Die beiden wollen die Wohnung der Hämmerles um Wertgegenstände erleichtern, wobei „Olga“ (also Edwin mit Perücke) im Notfall den Hausherren ablenken soll. Als dann noch Emma Nachtweih, die von dem Treiben ihres Mannes erst zufällig erfährt, ihren Auftritt hat, ist das Durcheinander perfekt. Das kleptomane Nachtweih-Duo tut sich im Weinkeller des Hausherren gütlich. Und dies zusammen mit  Sigrid Stächele. Diese, beschwingt durch den Alkohol, lässt Moral Moral und Bibelspruch Bibelspruch sein, baggert Friedolin Mausloch an, und findet dann in den Armen vom geläuterten Edwin ihr spätes Glück. Geläutert zeigt sich auch Norbert Nachtweih, nachdem seine Frau heftig zum Schein und mit ausdrücklicher Erlaubnis von Roswitha Hämmerle mit deren Mann geflirtet hat. Dass Hubertus den Schein-Flirt etwas heftiger durchzuführen versucht, als geplant, liegt wohl in der Natur der Sache Männlein-Weiblein. Norbert bittet auf Knien um Vergebung und gelobt Besserung und Roswitha verdonnert ihren Mann zum Computerkurs – mit ihr zusammen. Und wie sich für ein Lustspiel, auch ein fast kriminelles, gehört, herrscht am Schluss Friede, Freude, Eierkuchen.

Das Publikum quittierte viele Szenen mit Schmunzeln, lautem Lachen und spontanem Beifall, der am Schluss richtig stürmisch wurde. Gerd Eberwein bedankte sich bei seinen Mitspielern jeweils mit einem Präsent. Regen Zuspruch verzeichnete die Tombola, gab es doch keine Nieten. (Text/Foto/bu)